Der Hacker Ron Bowes hat mit Hilfe eines offenbar lächerlich simplen Crawlers alle öffentlich zugänglichen Daten auf Facebook ausgelesen und als Torrent (2,8 GB) online gestellt.
Eigentlich kein Grund zur Sorge? Ja eh alles öffentlich, oder?
Naja – jetzt kann eben jeder, der sich für einen Hacker hält, versuchen diese 100.000.000 Accounts zu knacken, kann da ruhig mal mit den billigsten Passwordlisten rangehen – und Erfolg haben. Denn die meisten Leute haben solche Passwörter.
Und noch interessanter ist die Liste der Downloader, die GIZMODO anhand der IPs der Torrent-User zusammengestellt hat.
Mit dabei: Bertelsmann, Church of Scientology, Deutsche Telekom, Siemens…
quelle: http://gizmodo.com/5599970/
Noch ein kleiner Tipp für Genießer während ich darauf warte, dass meine Daten-Festplatte defragmentiert wird: Awkward Family Photos.
Es gibt sie noch, die guten Dinge im Internet.
Schöne Neue Welt Hurra!
Das “Web wir machen aus jedem Scheiß 2.0 Euro” hat wieder zugeschlagen und trägt die Kommerzialisierung der Lebenswelt in neue, unendliche Weiten.
Jetzt gibt’s endlich, endlich FRIENDS TO RENT.
Claim:
Freunde kann man nicht kaufen – aber mieten.
Kurz: eine Internetplattform für Selbstausbeutung, Prostitution, Schwarzarbeit und Dinge, die man nur Freunde für sich tun lässt.
Meine Suchen nach “Giftmüllentsorgung”, “Vertragskiller” und “Blowjob” – alles rein freundschaftlich, versteht sich – blieben leider zunächst erfolglos.
Aber das wird bestimmt noch, FRIENDS TO RENT ist ja noch beta.
Ich lass mich schon mal als Netter_Nörgler_von_nebenan registrieren, für € 0 die Stunde.
Falls du geballt erahnen möchtest, was Facebook aus deinen freiwilligen Angaben, Beiträgen, Gewohnheiten plus zugekauften Infos generiert und an seine Werbekunden weitergibt, dann versuch mal
http://www.facebook.com/ads/adboard/
Dort stehen alle für dich bestimmten Anzeigen.
Zumindest bei mir ein relativ niederschmetterndes Resümee mit einigen Pointen:
Elfentrauringe, Tattooentfernung, Angelferien in Norwegen, Sardinienprodukte und winterharte Olivenbäume.

In dieser kollektivistischen Zeit so individualistisch wie möglich zu leben, ist der einzig echte Luxus, den es noch gibt. Und sei es bloß der Versand einer kleinen Grußkarte.
textet nicht ein betrübter Sowjet-Mensch im Säuberungswinter 1935, sondern das Online-Fotolabor Pixum kurz vor Weihnachten 2009.
Was ist
- an unserer Zeit bitte kollektivistisch und
- woher bitteschön, lieber Genosse Texter, hat sich dieses klassenkämpferische Wort in ihren Text verirrt?
Wahrscheinlich war’s wieder mal der Übersetzungscomputer von Google.
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