Plagiat 2.0: Playmobil

Playmobil ist einfach das einzig brauchbare Spielzeug mit einer gewissen Kontinuität.

Barbie war schon immer scheiße. Tussige Figuren, die letztlich ein ödes Weltbild von Konsum und oberflächlichen Schönheitsidealen entwerfen.

Lego wirft nur noch geldgierig mit Lizenzprodukten der alleruntersten Kategorie um sich. Das großartige, offene Noppenbauklotz-Prinzip von 1949 haben die mit dem ganzen Starwars und Fantasy-Müll total an die Wand gefahren.

Playmobil hat’s ganz gut unter Kontrolle und ist dem eigenen Konzept  treu geblieben.

Und Playmo-König Horst Brandstätter gibt Mitbewerbern immer wieder gerne eins auf die Mütze. Am Anfang der Playmobil-Geschichte in den Siebzigern gab’s gleich in der Nachbarschaft ein paar Konkurrenten, die ähnliche Figuren auf den Markt gebracht hatten.

Play Big - die  Playmobilmännchen von Bobbycar BIG (70er)

Verletzte Play-Bigs

Die gestalterische Konsequenz des Playmobil-Designs von Hans Beck hatten die vielleicht nicht, im Nachhinein find ich sie aber schon cool.

Die Play Big Figuren von Bobbycar-Erfinder Ernst Bettag aus Fürth, gleich neben Playmobilhausen, mussten  nach einem Rechsstreit mit Playmobil Ende der 70er vom Markt verschwinden.

Kennt heute niemand mehr, dabei hatten die damals schon bewegliche Hände (was Playmobil dann später geklaut hat…).

So ähnlich muss das auch mit der Spielzeugfirma Seidel aus Playmobilhausen gewesen sein. Die kennt wahrscheinlich überhaupt gar niemand mehr. Ich glaub mein Vater hatte damals mit denen zu tun. Muss mal fragen ob er noch so ein – wahrscheinlich unermesslich wertvolles – Figürchen hat…

Und heute find ich das hier:


sieht Playmobil schon verdammt ähnlich…


Bin gespannt, ob Horst Brandstätter, die alte Streitaxt, klagt…

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5 Gedanken zu „Plagiat 2.0: Playmobil

  1. Play-Big Sammler

    Genau, und Play-Big hatte damals schon auswechselbare Brust- und Rückenteile sowie Wikinger mit einem Wikingerschiff. Das gab es dann viele Jahre später auch von Playmobil.

  2. admin Artikelautor

    @ Play-Big-Sammler: Ja, die Play-Bigs sind leider sowas wie die Neanderthaler der Playmo-Geschichte geblieben.
    Frag mich, was dann die Seidel-Figuren waren…
    Interessant aber früh ausgestorben. Danke für deinen Kommentar, ich weise hier mal auf deine prima Play-Big-Sammler Seite hin, denke das es dir recht ist:
    http://www.collecting-toys.com/

  3. Anonymous

    Hello, Wirklich interessant. Spiele Liebend gern mit meinem Sohn zusammen Playmobil,

  4. Playmo-Sammler

    Schöner Bericht, aber die Play-Bigs hatten ebenfalls noch keine drehbaren Hände.
    Außerdem hatte Big den Rechtsstreit gewonnen,aber Geobra hatte schon den Markt so weit im griff, dass Big so wenig Umsatz machte, dass sie die Produktion einstellte.

    Es gab noch Figuren von der Firma Schenk. Diese waren nur ein wenig eckiger und hatten glatte Fußsohlen. Diese Figuen mussten ebenfalls vom Markt verschwinden.

  5. admin Artikelautor

    Ah, OK, Playmo-Sammler, danke für den Hinweis, woher weißt du das? Von Schenk-Figuren hab ich nie was gehört. Das mit dem Rechtsstreit muss ich nochmal erfragen. Woher hast du die Info?

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